Univ. Prof. Dr. Rainer Lehner  |  Dr. Alina Fuchs

Gruppenpraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Univ. Prof. Dr. Rainer LehnerAls Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe biete ich meinen Patientinnen ein umfassendes Leistungsspektrum zur Diagnose und Behandlung unterschiedlicher gynäkologischer Beschwerden und Erkrankungen.
Besondere Schwerpunkte meiner Tätigkeit sind die Betreuung von Schwangerschaften und Risikoschwangerschaften und Geburtshilfe. 

Ich verfüge über langjährige Erfahrung und eine hohe Expertise bei der Betreuung von Risikoschwangerschaften und kann meinen Patientinnen die Sicherheit bieten, dass sie und ihr Baby auf höchstem medizinischen Niveau betreut werden, sodass die Schwangerschaft trotz des erhöhten Risikos bzw. einer bestimmten Grunderkrankung zu einer schönen Zeit wird.


Darüber hinaus ist mir Vorsorge ein besonders wichtiges Anliegen. Im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen in der Praxis lassen sich Krebserkrankungen und deren Vorstufen frühzeitig erkennen, was die Chancen auf Heilung entscheidend verbessert. 

Ich nehme mir für jedes Anliegen und für jedes Beratungsgespräch ausreichend Zeit und bin bei Fragen gerne persönlich für Sie da.                                     

Schwangerschaft

Es zählt zu meinen schönsten Aufgaben, schwangere Frauen von der Feststellung der Schwangerschaft und der Berechnung des Geburtstermins über alle notwendigen Kontrolltermine bis zur Geburt begleiten zu können.
Ich biete meinen Patientinnen eine umfassende Betreuung inklusive aller im Mutter-Kind-Pass vorgesehenen Untersuchungen.

Mutter-Kind-Pass

Im Mutter-Kind-Pass sind bis zur Geburt mindestens fünf Untersuchungen vorgesehen: 

  • 1. Untersuchung bis zur 17. Woche der Schwangerschaft
  • 2. Untersuchung 17.-22. Schwangerschaftswoche
  • 3. Untersuchung 25.-28. Schwangerschaftswoche
  • 4. Untersuchung 30.-34. Schwangerschaftswoche
  • 5. Untersuchung 35.-38. Schwangerschaftswoche

Bei den einzelnen Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen werden unterschiedliche Untersuchungen und Tests vorgenommen, darunter eine ausführliche Anamnese inkl. der Erhebung möglicher Risikofaktoren, gynäkologische Untersuchungen, Blutuntersuchungen, Glukosetoleranztest, Ultraschalluntersuchungen uvm.  

Ziel der Untersuchungen ist es, die Gesundheit von Mutter und Kind und das kindliche Wachstum sowie dessen Versorgung über die Plazenta zu kontrollieren, auch, um etwaige Auffälligkeiten frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Beratung während der Schwangerschaft

Darüber hinaus bieten die einzelnen Kontrolltermine in der Praxis den idealen Rahmen für Beratungsgespräche. Schwanger zu sein bedeutet für die meisten werdenden Mütter eine Mischung aus Freude, Neugier, Besorgnis und Ängsten. Für viele Frauen werfen sich zahlreiche Fragen auf, sobald sie erfahren, dass sie schwanger sind, insbesondere, wenn es sich um das erste Kind handelt. Ob Ernährung und Sport während der Schwangerschaft, der Ablauf der Geburt/Geburtsmöglichkeiten oder die Stillzeit - ich stehe Ihnen während der gesamten Schwangerschaft beratend zur Seite und nehme mir für jedes Anliegen und alle Fragen ausreichend Zeit.

Risikoschwangerschaft

Die Betreuung von Risikoschwangerschaften stellt einen wichtigen Schwerpunkt meiner Tätigkeit dar - ich verfüge über langjährige Erfahrung und eine hohe Expertise bei der Betreuung von Risikoschwangerschaften und kann Frauen mit einer Risikoschwangerschaft die Sicherheit bieten, dass sie und ihr Baby auf höchstem medizinischen Niveau betreut werden, sodass die Schwangerschaft trotz erhöhtem Risiko bzw. der jeweiligen vorliegenden Grunderkrankung zu einer schönen Zeit wird.

Bei einer Risikoschwangerschaft handelt es sich um eine Schwangerschaft, bei welcher entweder anamnestische Risikofaktoren in der Krankengeschichte der werdenden Mutter vorliegen oder bei welcher durch erhobene Untersuchungsbefunde bestätigte Risiken bestehen, welche die Wahrscheinlichkeit für Komplikationen während der Schwangerschaft deutlich erhöhen.  

Mögliche Risikokonstellationen sind unter anderem Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie sowie Schwangerschaften mit Diabetes oder Bluthochdruck (als Grunderkrankungen), Schwangerschaften mit Nieren-, Leber-, Herz-, Schilddrüsen- und Autoimmunerkrankungen, Schwangerschaften mit Gerinnungsstörungen, Hepatitis, HIV und anderen Infektionskrankheiten, Schwangerschaften mit Adipositas und andere.

Auch ein höheres Alter der werdenden Mutter, wiederholte Fehlgeburten, Mehrlingsschwangerschaften und Komplikationen bei einer vorangegangenen Geburt können das Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft erhöhen.

Für die Schwangere bedeutet eine Risikoschwangerschaft vor allem, dass eine engmaschige medizinische Betreuung bis zur Geburt erforderlich ist. Die Feststellung einer Risikoschwangerschaft bedeutet jedoch keinesfalls, dass es während der Schwangerschaft mit Sicherheit zu Komplikationen kommen wird.

Durch die genaue Kenntnis potenzieller Risikofaktoren und mithilfe vorausschauender und sorgfältiger Planung und einer genauen Medikamenteneinstellung können auch Frauen, die an einer bestimmten Grunderkrankung leiden ein gesundes Baby zur Welt bringen. Wer darüber hinaus noch wichtige Ratschläge konsequent beherzigt, kann trotz erhöhtem Risiko eine schöne und unbeschwerte Schwangerschaft erleben.  

Individueller Behandlungsplan

Wie sich die Betreuung einer Risikoschwangerschaft genau gestaltet und welche zusätzlichen Untersuchungen erforderlich sind hängt von der vorliegenden Grunderkrankung und anderen individuellen Fragestellungen ab. Als Ihr betreuender Arzt ist es mir besonders wichtig immer einen Schritt voraus zu sein, sodass es gar nicht zu Komplikationen kommt oder, dass diese so früh erkannt und behandelt werden, dass sie das Wohlbefinden von Mutter und Kind nicht beeinträchtigen.

Entbindung

Entbindungen werden von mir in der Privatklinik Goldenes Kreuz und in der Privatklinik Döbling vorgenommen.

Krebsvorsorge

Die gynäkologische Vorsorgeuntersuchung ist eine wichtige Maßnahme, die auch bei völlig beschwerdefreien Frauen mindestens einmal jährlich durchgeführt werden sollte, um etwaige Veränderungen und Erkrankungen frühzeitig erkennen und behandeln zu können.

Insbesondere im Zusammenhang mit der Früherkennung von Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs haben regelmäßige gynäkologische Untersuchungen einen wichtigen Stellenwert. Je früher Brust- und Gebärmutterhalskrebs sowie dessen Vorstufen erkannt werden, desto besser sind die individuellen Behandlungsmöglichkeiten und die Chancen auf vollständige Genesung.

Vorsorge Brustkrebs

Die Krebsvorsorge im Bereich der Brust setzt sich aus zwei wichtigen Untersuchungen bzw. Maßnahmen zusammen, der Tastuntersuchung der Brust in der Ordination und der Selbstuntersuchung der Brust zu Hause. Bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollte im Rahmen der Früherkennung ergänzend zu diesen Untersuchungen noch alle zwei Jahre eine Mammographie durchgeführt werden.

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung werden das Brustgewebe sowie der Bereich der Achselhöhlen und der Schlüsselbeine genau nach Knoten, Verhärtungen und anderen Auffälligkeiten abgetastet. Darüber hinaus erkläre ich meinen Patientinnen, wann und wie sie ihre Brust zu Hause selbst richtig untersuchen.

Da das Risiko für Krebs mit zunehmendem Alter allgemein steigt, kommt der Mammographie bei Frauen ab dem 40. Lebensjahr bei der Vorsorge eine entscheidende Bedeutung zu. Die Mammographie ist die wichtigste und genaueste Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Mithilfe der Untersuchung lassen sich auch kleinere Knoten erkennen, die aufgrund ihrer Größe bei einer Tast- und Ultraschalluntersuchung der Brust übersehen werden können.

Bei auffälligen Untersuchungsergebnissen ist es manchmal nicht möglich, alleine mit den bildgebenden Verfahren (Mammographie, Ultraschall) festzustellen, um welche Art von Veränderungen es sich handelt. In solchen Fällen wird eine Biopsie veranlasst, bei welcher eine Gewebeprobe zur näheren Untersuchung im Labor entnommen wird. Abhängig von den Untersuchungsergebnissen können anschließend weitere Untersuchungen und Tests erforderlich sein, die von mir - nach umfassender Absprache und Aufklärung - in die Wege geleitet werden.

Vorsorge Gebärmutterhalskrebs

Im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung wird zur Früherkennung eines Gebärmutterhalskarzinoms ein Zervixabstrich (PAP-Abstrich) entnommen. 

Es handelt sich um eine schmerzfreie Untersuchung; entnommen werden Zellen von der Gebärmutterhalsoberfläche und aus dem Gebärmutterhalskanal, die anschließend zur weiteren Untersuchung ans Labor geschickt werden. Mithilfe des PAP-Abstrichs lassen sich etwaige Zellveränderungen rechtzeitig identifizieren, sodass bereits Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs erfasst werden können. 

Im Fall eines auffälligen Befunds wird die Patientin umgehend benachrichtigt, um - abhängig von der individuellen Ausgangssituation und den Untersuchungsergebnissen - weitere Untersuchungen und Tests zur näheren Abklärung durchführen zu können (genaue Untersuchung des Gebärmutterhalses, HPV-Typisierung etc.). 

HPV/HPV-Impfung 

Humane Papilloma Viren (HPV) sind Viren, welche die Zellen der Haut und der Schleimhäute infizieren können. HPV-Infektionen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Viruserkrankungen. Es sind mehr als 100 unterschiedliche HPV-Typen bekannt, die grob in Niedrigrisiko-Typen und Hochrisiko-Typen unterteilt werden. 

Niedrigrisiko-Viren (z.B. HPV 6 und 11) sind die Hauptverursacher von Warzen im Genitalbereich (Kondylome/Feigwarzen); es sind jedoch keine potenziell lebensgefährlichen Erreger. Hingegen kann eine Infektion mit einem Virus des Hochrisiko-Typs (z.B. HPV 16 und 18) bei Frauen und Männern zu bösartigen Veränderungen führen - so lassen sich Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs, Scheiden- und Peniskarzinome häufig auf eine HPV-Infektion zurückführen. 

Die häufigste von HP-Viren verursachte Krebserkrankung bei Frauen ist Gebärmutterhalskrebs - bei einem Großteil der Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs ist eine Infektion mit einem HP-Virus des Hochrisiko-Typs nachweisbar. 

Eine HPV-Infektion bedeutet nicht, dass sich eine Krebserkrankung mit Sicherheit entwickeln wird.
In vielen Fällen kann das Immunsystem erfolgreich gegen die Viren vorgehen, sodass sich die Gewebeveränderungen wieder zurückbilden. In anderen Fällen schreiten die Zellveränderungen jedoch fort und führen über zahlreiche Zwischenstufen zur Bildung von Krebszellen. 

Ob eine HPV-Infektion vorliegt, wird mittels PAP-Abstrich im Rahmen der gynäkologischen Untersuchung untersucht. Bei auffälligem Befund wird der Test wiederholt, das weitere Vorgehen (HPV-Typisierung, Kolposkopie, vaginaler Ultraschall, Biopsie, Konisation etc.) hängt vom PAP-Befund (Gruppe 0, I, II, III, IIID, IIIG, IVa, IVb, V) ab und wird bei Vorliegen des Befunds ausführlich besprochen.

HPV-Impfung

Die HPV-Impfung schützt vor dem Entstehen von einem Großteil der HPV-bedingten Krebsformen und Genitalwarzen. Da die Impfung den größten Nutzen hat, wenn sie zu einem Zeitpunkt erfolgt, an dem noch kein Kontakt mit HPV stattgefunden hat, wird in Österreich empfohlen Mädchen und Buben mit vollendetem neunten Lebensjahr zu impfen (Österreichischer Impfplan des Bundesministeriums für Gesundheit). 

In Österreich sind mehrere Wirkstoffe zugelassen, darunter ein 9-fach-Impfstoff, der gegen die HPV-Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33 45, 52 und 58 immunisiert. Sofern die Impfung zu einem Zeitpunkt erfolgt, an welchem keine Infektion vorliegt, bietet sie zuverlässigen Schutz gegen die jeweiligen HPV-Stämme. 

Die Impfung schützt zwar vor den gefährlichsten und häufigsten Erregern, jedoch nicht vor allen HPV-Typen. Aus diesem Grund sollten auch geimpfte Frauen einmal jährlich einen Krebsabstrich durchführen lassen, sodass etwaige Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt werden können. 

Myom 

Etwa 25 Prozent aller Frauen im reproduktionsfähigen Alter haben Myome. Bei einem Myom der Gebärmutter handelt es sich um einen gutartigen Tumor, der aus den glatten Zellen des Uterus entsteht. Die Größe von Myomen reicht von wenigen Millimetern bis hin zu mehreren Zentimetern; sie können vereinzelt auftreten, ebenso können mehrere Myome gleichzeitig auftreten. 

Ein Myom kann direkt in der Wand der Gebärmutter wachsen, sich in Richtung der Gebärmutterhöhle entwickeln oder sich von der Außenseite der Gebärmutter in die Bauchhöhle ausbreiten. 

Ob Myome Schmerzen und andere Beschwerden verursachen hängt von der Größe, der Lage und Anzahl der Myome ab. Häufige mit Myomen einhergehende Beschwerden sind Blutungsunregelmäßigkeiten (verstärkte vaginale Blutungen, verlängerte Blutungen, Zwischenblutungen), Schmerzen und ein Druckgefühl im Unterbauch. 

Diagnose 

Für die Diagnose von Myomen werden nach einer ausführlichen Anamnese eine gynäkologische Tastuntersuchung und ein Ultraschall durchgeführt. Mithilfe des Ultraschalls lassen sich die Größe, die Lage und die Anzahl der Myome genau bestimmen. In einigen Fällen können weiterführende Untersuchungen erforderlich sein. 

Behandlung 

Nicht jedes Myom ist zwangsläufig behandlungsbedürftig. Viele Frauen mit Myomen haben keine Beschwerden und werden durch die Myome auch nicht in ihrer Lebensqualität eingeschränkt - in solchen Fällen ist keine Therapie erforderlich. 

Falls Myome Beschwerden verursachen, gibt es prinzipiell drei verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, darunter die medikamentöse Therapie, die Myomembolisation sowie operative Behandlungsmöglichkeiten.                 

Welche Behandlung am besten geeignet ist, hängt von den Befunden und zahleichen individuellen Faktoren ab. Sollte eine Operation notwendig sein, werden Art und Zeitpunkt dieser je nach vorliegendem Beschwerdebild individualisiert.